Wie können Unternehmen ihren Cost-per-Hire senken?

Im vorherigen Artikel haben wir die Kennzahl Cost-per-Hire vorgestellt und die wesentlichen Eigenschaften erläutert. In diesem Artikel geht es nun darum, wie die CPH gesenkt werden können. 

Sobald die CPH einmal errechnet sind, liegt der erste Impuls der verantwortlichen Leitung darin, die CPH zu senken. Das ist verständlich: Kostensenkung klingt immer gut – und die Kennzahlen sollen ja schließlich nicht umsonst ermittelt werden.  

Die Schwierigkeit bei der Kostenoptimierung besteht darin, die Balance zwischen Kosteneinsparung und der optimalen Nutzung der vorhandenen Ressourcen zu finden. Daher muss hier genau abgewogen werden zwischen den Kosten und den zu erreichenden Zielen. Folgende Schritte können Sie unternehmen um Ihren CPH zu senken:  

1. Erstellen eines detaillierten Kandidatenprofils 

Je detaillierter das Kandidatenprofil, desto zugeschnittener auf die zu besetzende Stelle sind die Kandidaten. Sie fokussieren damit auf die Bewerber, die Sie suchen und brauchen.  

2. Mitarbeiterempfehlungen 

Über Mitarbeiterempfehlungen bekommen Sie Zugriff auf Talente, die sich aufgrund persönlicher Kontakte bewerben. Je stärker Ihre Corporate Brand und je größer Ihre Mitarbeiterzufriedenheit, desto mehr profitieren Sie von Mitarbeiterempfehlungen.  

3. Social Media 

Mit Social Media können Sie Ihre Kandidaten da abholen, wo diese sich aufhalten. Unternehmen, die auf Social Media positiv präsent sind, haben einen großen Vorteil: Sie genießen Social Proof: Die Bewerber vertrauen ihrem potenziellen zukünftigen Arbeitgeber von Grund auf bereits mehr. 

4. Stellenausschreibungen auf der eigenen Website 

Da eine eigene Karriereseite rund um die Uhr für Stellen und Corporate Brand werben kann, können so wesentlich mehr Bewerber zu sehr günstigen Preisen erreicht werden. Karriereseiten sind bereits seit Jahren eine der wichtigsten internen Rekrutierungsquellen, die beweisen, dass sie qualitativ hochwertige Kandidaten gewinnen können. Mit anderen Worten: Mit einer Karriereseite können Unternehmen schneller und kostengünstiger die richtigen Kandidaten finden. Dadurch wird weniger Geld für teure Rekrutierungsmethoden wie Stellenanzeigen oder Karrieremessen ausgegeben. 

5. Interne Beförderungen 

Die Beförderung bereits vorhandener Mitarbeiter ist vielleicht manchmal anderen Lösungen im Ergebnis unterlegen, wirkt sich jedoch äußerst positiv auf Kostenersparnis und Produktivität aus: 

Zum einen müssen Unternehmen auf diese Weise kaum Rekrutierungskosten für den neuen Mitarbeiter zahlen. 

Zum anderen sind deren Stärken, Schwächen und Erfahrungen bereits bekannt. Daher sollte deren Leistung in der neuen Rolle leicht vorhersagbar sein. Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, dass der Mitarbeiter bereits mit der Unternehmenskultur und den Kollegen vertraut ist. Auch wenn er für seine neuen Aufgaben zusätzliche Schulungen benötigt, so passt er auf jeden Fall in die Organisation.  

Ein Nachteil dieser Methode ist, dass Unternehmer die alte Position des Mitarbeiters entweder mit einem anderen (bereits vorhandenen) Mitarbeiter oder einem neuen Mitarbeiter besetzen müssen. Aus diesem Grund senkt die interne Beförderung zwangsläufig nicht immer den Cost-per-Hire. 

6. Prozessautomatisierung 

Die Befragung von Kandidaten, die Wiederaufnahme des Screenings und das Arbeiten mit großen Datenmengen verbrauchen beträchtliche Zeit- und Arbeitsressourcen. Durch die Automatisierung bestimmter Arbeitsabläufe können menschliche Fehler (und die daraus folgende Mehrarbeit) beseitigt, der Personalaufwand reduziert und die Effizienz der Rekrutierungsmaßnahmen verbessert werden. 

Effiziente Software-Lösungen können die Rekrutierungsarbeit teilweise automatisieren. Personaler können sich stattdessen auf wichtige strategische Aufgaben konzentrieren, z. B. die Verbesserung der Arbeitgebermarke oder den Aufbau wertvoller Beziehungen. 

7. Dokumentation des Rekrutierungsprozesses 

Eine der besten Möglichkeiten, die Effizienz der Personalgewinnung zu steigern, ist die Dokumentation des Rekrutierungsprozesses. Vor der nächsten Rekrutierung kann diese Dokumentation dann ausgewertet werden. So kann der gesamte Prozess stetig optimiert werden: Die benötigte Zeit wird weniger, die Fehleranfälligkeit sinkt.  

Diese Prozessdokumentation kann ruhig simpel und überschaubar gehalten sein. Ineffiziente Nutzung von Zeit und Geld sollte bestmöglich verhindert werden. Das können Unternehmen erreichen, wenn sie ein einfaches Standardverfahren einsetzen, um den Rekrutierungsprozess zu dokumentieren und zu steuern. 

8. Schaffen einer offenen, einladenden Unternehmenskultur 

Die meisten Menschen arbeiten nicht gerne in einer Ellenbogengesellschaft. Unternehmen brauchen ein freundliches und hilfsbereites Team, um neuen Mitarbeitern dabei zu helfen, sich so schnell wie möglich auf den neuesten Stand zu bringen. Eine gesunde Unternehmenskultur hilft auch dabei, die Fluktuationsrate der Mitarbeiter zu reduzieren, was für die Reduzierung des Cost-per-Hire wichtig ist. 

Eine inklusive Kultur hilft den Mitarbeitern, Hürden im Training zu überwinden und mit Unterstützung ihrer Kollegen schneller zu wachsen. All dies ermutigt den Mitarbeiter gleichzeitig dazu, länger im Unternehmen zu bleiben und minimiert die Notwendigkeit, erneut Zeit und Geld für einen Einstellungsprozess aufzuwenden. 

Muss man den CPH immer senken?

Kosten zu senken klingt immer sinnvoll. Es scheint, als ob sich mit der Nutzung des CPH die Recruitment-Kosten effektiv senken ließen.  

Besonders in Zeiten erhöhter Fluktuation und Arbeitsflexibilität kann sich dies lohnen. Allerdings bringt eine Kostensenkung auch potenzielle Nachteile mit sich:  

Wenn die Kosten zu sehr gesenkt werden, kann der Rekrutierungsprozess unter Umständen länger dauern. Die Nutzung der eigenen Karriereseite zum Beispiel kann zwar die Kosten senken; Gleichzeitig aber dauert es unter Umständen länger, bis sich der geeignete Bewerber meldet. So kann sich die Talentsuche empfindlich verlängern, was wiederum das gesamte Recruitment teurer macht.  

Fazit 

Der Cost-per-Hire ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Recruitment. Um die Kosten zu senken, bieten sich verschiedene Optionen sowie eine Kombination dieser Optionen an.   

Allerdings geht der Fokus auf die Reduzierung der Rekrutierungskosten auch mit Fallstricken einher: Wenn die Kosteneinsparung zu einer sinkenden Recruitment-Qualität führt, so kann es das Unternehmen auf lange Sicht teuer kommen. Jobtender24 kann für Sie effizientes und effektives Recruitment übernehmen. So sparen Sie langfristig Geld und haben gleichzeitig schnell die notwendigen Talente in Ihrem Unternehmen.  

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