Warum scheitern Einstellungsprozesse?

In den letzten Jahren bleiben viele Stellen unbesetzt, denn Deutschland leidet unter dem Fachkräftmangel. Und das gilt im Öffentlichen Dienst genauso wie in der Privatwirtschaft, in der Industrie wie auch im Dienstleistungssektor.

Für Unternehmen kann das unangenehme Folgen haben. Aufträge können unter Umständen nicht fristgerecht durchgeführt werden und auch das After Sales leidet. So können trotz voll Auftragsbücher Umsatzeinbußen entstehen. Auch das bleibt nicht ohne Folgen, denn so fehlt das Geld für Wachstum und Investitionen.

Verschiedene Studien haben bereits die Aspekte untersucht, die für Schwierigkeiten bei der Suche nach neuen Mitarbeitern sorgen. Speziell die Studie von Bitkom Research lassen wir hier mit einfließen.

In der nachfolgenden Grafik werden die Antworten von 304 Unternehmen auf diese Frage dargestellt: Wie schwer fällt es Ihnen, neue und ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden?

Quelle: Bitkom – Woran scheitern Einstellungen

Zwei Drittel der befragten Unternehmen fällt es also schwer, geeignete neue Mitarbeiter zu finden. Doch woran scheitert es? Wo im Recruitment treten die Probleme auf? Sind eventuell zu wenige Bewerbungen vorhanden?

Diese Fragen wollen wir im Folgenden beantworten. Hierbei geht es vor allem um Lösungsmöglichkeiten für das Problem des Kandidatenmangels.  

1. Warum Bewerber während des Einstellungsprozesses absagen

Der offensichtlichste Grund für Mitarbeitermangel sind fehlende Bewerber. Ansonsten ist die erste mögliche Stufe einer fehlgeschlagenen Einstellung eine Absage durch den Kandidaten. Laut der Studie sagen die Bewerber hauptsächlich aus folgenden Gründen ab:

 

Quelle: Bitkom – Woran scheitern Einstellungen

Wie die Grafik zeigt, ziehen Bewerber in 95 von 100 Fällen ihre Bewerbungen zurück, weil in der Zwischenzeit eine andere Stelle angeboten oder gefunden wurde. 

2. Warum der Bewerber aus Unternehmenssicht nicht passt

Es ist in den letzten Jahren schwieriger geworden, die passenden Fachkräfte für zu gewinnen. Trotzdem scheitert es oft auch, weil das Unternehmen vom Kandidaten nicht überzeugt ist. Folgende Gründe werden genannt:

 

Quelle: Bitkom – Woran scheitern Einstellungen

Als wichtigste Gründe für eine Entscheidung gegen den Kandidaten werden von den Unternehmen also die Nichterfüllung der Kriterien der Stellenanzeige und zu hohe Gehaltsvorstellungen genannt (je 97%). Diese Dinge sowie unzureichende Berufserfahrung (69%) fallen im Normalfall schon nach Sichtung der Unterlagen auf. Nach einem Gespräch werden als häufigste Gründe für eine Ablehnung die fehlende Sympathie (75%) und mangelnde Soft-Skills (70%) genannt. Was kann daraus geschlossen werden?  

Wie können Unternehmen verhindern, dass Einstellungsprozesse scheitern? 

Es gibt also einige Gründe für das Scheitern von Bewerbungsprozessen und das sowohl auf Bewerber- als auch auf Unternehmensseite. Zusammenfassend sind folgende Hauptgründe zu nennen:

1.    Die Gehaltsvorstellungen der Kandidaten und das Budget des Unternehmens passen nicht zusammen.

2.    Der Bewerber erfüllt die Kriterien der Position nicht oder der Kandidat ist nicht mit dem Gehalt zufrieden.

3.    Die Prozesse im Unternehmen dauern zu lange, was die Kandidaten frustriert.

Bei den ersten beiden Aspekten kann schnell Abhilfe geschaffen werden. Wenn vor der Einladung zu einem Gespräch bereits durch gründliche Prozesse und eine standardisierte Abfrage von Informationen der Kandidat eingeschätzt wird, kann die Auswahl genau eingeschränkt. So gibt es keine Probleme mit dem Gehalt oder der Qualifikation. Wichtig sind hierbei festgelegte Strukturen für das Recruitment.

Der dritte Aspekt bezüglich der Prozessdauer ist schwieriger zu beheben. Die Zeit für die Prozesse sollte möglichst minimiert werden. Das sind die Gründe:

1.    Je länger ein Bewerbungsprozess gezogen wird, desto wahrscheinlicher sagt ein Kandidat ab.

2.    Der lange Bewerbungsprozesse bindet die Mitarbeiter der Personalabteilung zu lange an und so bleiben andere Aufgaben auf der Strecke.

3.    Lange Prozesse bedeuten auch Positionen, die langeunbesetzt bleiben. Das kann Geld und Aufträge kosten.

Ein schnellerer Bewerbungsprozess gehört also zu den wichtigsten Maßnahmen um das eigene Recruitment zu verbessern und so auch für weniger Abbrüche von Einstellungsprozesse zu sorgen.

Folgende Punkte sind von besonderer Bedeutung:

·      Eingespielte und feste Prozesse vereinfachen die Vorauswahl interessierter Bewerber. So kommen schnell die richtigen Kandidaten in den Fokus

·      Schneller sein als die Konkurrenz! Schnelle und informative Rückmeldungen zeigen dem Kandidaten schon vor Antritt der Stelle die Wertschätzung der Mitarbeiter im Unternehmen.

·      Wichtig ist auch die Reaktionszeit. In den modernen Zeiten sind Feedbacks nach mehreren Tagen oder sogar Wochen kaum noch nachvollziehbar.

Du weißt nicht, ob du die nötige Geschwindigkeit der Prozesse aufrechterhalten oder garantieren kannst? JobTender24 unterstützt dich gerne bei der Optimierung von Prozessen im Recruitment. Kandidaten können schneller gefunden und die Prozesse beschleunigt werden. So brauchst du keine Angst vor dem Fachkräftemangel haben.

Interesse?

 

Dann jetzt anmelden und mit JobTender24 das eigene Recruitment optimieren >>

BEitrag Teilen

Share on facebook
Share on google
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on print
Share on email

Was bedeutet Cost-per-Hire?

Was bedeutet Cost-per-Hire? 04. Mai 2021 In der Personalgewinnung begegnet man oft den sogenannten Cost-per-Hire (CPH). Dieser Begriff beschreibt alle Kosten, die im Prozess zur

Weiterlesen