Wie kann die Cost-per-Hire gesenkt werden?

Liebe HR Community, in der letzten Woche haben wir uns bereits mit den Cost-per-Hire (CPH) beschäftigt und die wesentlichen Eigenschaften erläutert. Was aber interessiert so ziemlich alle? Genau, wie die Cost-per-Hire gesenkt werden können.

Sobald die CPH errechnet wurde, liegt es nahe, dass die Verantwortlichen im Recruitment die Kosten senken wollen. Das ist verständlich, denn Kostensenkung klingt immer nach einer guten Idee. Schließlich wurde die Zahl ja nicht für umsonst ermittelt.

Die Herausforderung bei der Optimierung der Kosten liegt nun jedoch darin, die Balance zwischen der Kostensenkung und der bestmöglichen Nutzung der eigenen Ressourcen zu finden. Daher müssen in die genauen Kosten mit zu erreichenden Zielen in Beziehung gebracht werden. Die folgenden Schritte können dabei helfen die CPH zu senken:  

1. Detailliertes Kandidatenprofil erstellen

Je genauer das Kandidatenprofil definiert wird, desto besser ist der Kandidat auf die zu besetzende Stelle zugeschnitten. So liegt der Fokus genau auf den Kandidaten, die Sie wirklich suchen und brauchen.

2. Empfehlungen durch eigene Mitarbeiter fördern

Je besser und stärker Sie die eigene Corporate Brand etablieren und je zufriedener die eigenen Mitarbeiter sind, desto wahrscheinlicher werden diese Ihren Freunden und Bekannten das eigene Unternehmen empfehlen. So erhalten Sie Bewerbungen aufgrund persönlicher Kontakte.

3. Den eigenen Social Media Auftritt optimieren

Die meisten Kandidaten sind heutzutage auf den verschiedenen Social Media Plattformen unterwegs. Wenn Ihr Unternehmen auf den Plattformen aktiv ist und sich positiv präsentiert, hat das viele Vorteile. Darunter auch den sogenannten Social proof: Allein der Social Media Auftritt gibt den potenziellen Mitarbeitern mehr Vertrauen in Ihr Unternehmen.

4. Offene Stellenausschreibungen auch auf der eigenen Website veröffentlichen

Die eigene Karriereseite ist seit Jahren eine der wichtigsten Rekrutierungskanäle. Eine aktuelle und hochwertige Seite zeigt den Kandidaten bereits mit welcher Qualität das eigene Unternehmen arbeitet. Rund um die Uhr können Kandidaten über die Seite die Positionen finden und mit Ihnen interagieren. So wird die eigene Corporate Brand gestärkt und Kandidaten werden zu günstigen Preisen erreicht. Anders gesagt: Eine gute Karriereseite spart Geld, da die richtigen Kandidaten schneller und kostengünstiger gefunden werden. So müssen keine teuren externen Stellenanzeigen geschaltet und keine Karrieremessen besucht werden.

5. Eigene Mitarbeiter befördern 

Bereits vorhandene Mitarbeiter zu befördern, kann eventuell dazu führen, dass die Position nicht mit dem idealen Mitarbeiter besetzt wird. Für die Kostenersparnis und Produktivität können so jedoch positive Effekte erzielt werden.

Zum einen entstehen für das eigene Unternehmen kaum zusätzliche Kosten. Zum anderen sind die Stärken, Schwächen, Arbeitsweis und Erfahrung der Mitarbeiter bereits bekannt. Die Leistungsfähigkeit für die neue Position kann so abgeschätzt werden. Zudem ist der Mitarbeiter bereits mit der Unternehmenskultur, den Strukturen und den Kollegen vertraut. Selbst wenn für die neue Position weitere Schulungen nötig werden sollten, so passt der Mitarbeiter bereits zur Organisation.

Ein Nachteil der internen Beförderung ist jedoch, dass dann wiederum die alte Position des nun aufgerückten Mitarbeiters ebenfalls mit einem bereits vorhandenen Mitarbeiter besetzt werden oder extern ausgeschrieben werden muss. Das kann bedeuten, dass die CPH durch interne Beförderung nicht zwangsläufig sinken wird.

6. Automatisierung von Prozessen 

Unternehmen wenden im Recruitment große Zeit- und Arbeitsressourcen für die Befragung der Kandidaten, die Wiederaufnahme von Screenings und die Bearbeitung großer Datenmengen auf. Wenn Prozesse automatisiert werden können, hat dies daher große Vorteile. Menschliche Fehler mit der daraus folgenden Mehrarbeit werden vermieden, der Personalaufwand wird reduziert und so letztlich auch die Effizienz der Rekrutierungsmaßnahmen erhöht.

Die Nutzung effizienter Software-Lösungen kann helfen, Prozesse zu automatisieren. Mit Ihrer Hilfe kann sich die HR-Abteilung eher auf strategische Aufgaben wie die Etablierung und Verbesserung der Corporate Brand oder den Aufbau von externen Beziehungen fokussieren.

7. Rekrutierungsprozesse genau dokumentieren

Eine weitere gute Möglichkeit zur Steigerung der
Effizienz in der Personalgewinnung ist die genaue Dokumentation der Prozesse im
Recruitment. Bevor der nächste neue Mitarbeiter rekrutiert wird, kann diese
Dokumentation ausgewertet und die Prozesse dadurch optimiert werden. So sinken
die benötigte Zeit und die Fehleranfälligkeit.

Um eine ineffiziente Nutzung von Zeit und Geld zu
vermeiden, kann die Prozessdokumentation simpel und überschaubar gehalten
werden. Hierzu ist die Einführung von Standardverfahren empfohlen.

8. Eine offene, einladende
Unternehmenskultur erschaffen

Eine Ellenbogengesellschaft gefällt den wenigsten Mitarbeitern, speziell wenn es um den eigenen Arbeitgeber geht. Um die bestmöglichen Ergebnisse zu gewährleisten und eine gute Arbeitsumgebung zu erschaffen, ist ein freundliches und hilfsbereites Team unerlässlich. So wird gleichzeitig auch die Fluktuationsrate unter den Mitarbeitern niedrig gehalten, was ebenfalls hilft die Cost-per-Hire zu reduzieren.

Eine inklusive Unternehmenskultur hilft zudem den Mitarbeitern, Hürden im Training schneller und einfacher zu überwinden und so schneller an ihren Aufgaben zu wachsen. So steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Mitarbeiter länger im Unternehmen bleiben, wodurch erneut Zeit und Geld für dadurch entfallende Rekrutierungsprozesse gespart wird.

Muss denn die CPH unbedingt gesenkt werden?

Die Senkung der Kosten ist zuerst einmal immer sinnvoll und so macht es sicherlich Sinn die CPH zur Optimierung der Rekrutierungskosten zu verwenden.

Das gilt natürlich auch und in den aktuellen Zeiten erhöhter Fluktuation und Arbeitsflexibilität. Allerdings kann ein zu starker Fokus auf Kostensenken eben auch Nachteile haben.

Wenn nicht genügend Geld zur Verfügung steht, kann dies Rekrutierungsprozesse in die Länge ziehen. Die eigene Karriereseite ist zum Beispiel günstig in Erstellung und Unterhalt, aber es dauert oft länger bis der ideale Kandidat sich selbst meldet, falls das jemals passiert. Wenn der Prozess so länger dauert, werden die Kosten am Ende nicht effektiv gesenkt.

Fazit 

Die Cost-per-Hire ist wie schon zuvor festgestellt eine wichtige Kennzahl im Recruitment. Zur Senkung der Kosten stehen Unternehmen verschiedene Optionen und deren Kombination zur Verfügung.

Jobtender24 kann für Sie effizientes und effektives Recruitment über professionelle Vermittler übernehmen. So sparen Sie langfristig Geld und haben gleichzeitig schnell die notwendigen Talente in Ihrem Unternehmen.  Allerdings kann der Fokus auf Kostenreduzierung auch die Qualität des eigenen Recruitment senken, was nach anfänglicher Reduzierung auf Dauer sogar die Kosten erhöhen kann. Daher ist es wichtig die richtige Balance zu finden. JobTender24 kann Ihnen dabei behilflich sein. Nur wenn Sie die richtigen Kandidaten finden, fallen Kosten an. So sparen Sie langfristig viel Geld. 

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